Bild Board Biopsie

Sarkome frühzeitig erkennen und richtig behandeln.

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10 wichtige Empfehlungen für die Sarkomchirurgie

Sarkome sind seltene bösartige Tumoren, die häufig zu spät erkannt oder falsch behandelt werden. Ungeplante Eingriffe – sogenannte Whoops-Operationen – verschlechtern die Prognose und machen weitere Therapien belastender. Mit Bild Board Biopsie stellen wir 10 wichtige Empfehlungen der S3-Leitlinie für die Sarkomchirurgie vor. Ziel ist es, Ärzt:innen, Patient:innen und Angehörigen klare Orientierung zu geben, für eine sichere Diagnostik, eine leitliniengerechte Operation und die bestmögliche Versorgung in spezialisierten Sarkomzentren. Die 10 Empfehlungen sind aus einer gemeinsamen Diskussion, Abstimmung und Veröffentlichung der Vertreter:innem der Chirurgischen Fachgesellschaften der Leitlinienkommission entwickelt worden.

Über das Projekt

Bild Board Biopsie fasst die zehn wichtigsten Empfehlungen der S3-Leitlinie adulte Weichgewebesarkome zusammen. Ziel ist es, ungeplante Operationen („Whoops-Operationen“) zu vermeiden und die Behandlung von Sarkomen zu verbessern.

Das Projekt macht die drei entscheidenden Schritte sichtbar:

  • Bild – Bildgebung (z. B. MRT)

  • Board – Vorstellung im Tumorboard

  • Biopsie – histologische Sicherung vor der OP

Unterstützt wird die Kampagne von der Niedersächsischen Krebsgesellschaft, der Deutschen Sarkom-Stiftung, dem Sarkomzentrum der Universitätsmedizin Mannheim, dem Sarkomzentrum der Universitätsmedizin Göttingen und dem Universitätskrebszentrum Göttingen.

Whoops-Operationen

Als Whoops-Operationen werden ungeplante chirurgische Eingriffe bezeichnet, bei denen ein Weichgewebesarkom ohne vorherige Bildgebung oder Biopsie entfernt wird. In diesen Fällen ist die Diagnose zum Zeitpunkt der Operation nicht gesichert, und das Sarkom wird häufig nicht leitliniengerecht reseziert.

Die Konsequenzen sind schwerwiegend:

  • onkologisch ungünstige Ergebnisse durch unvollständige Resektion

  • erhöhte Rate an Rezidiven

  • häufig komplexe und belastende Nachoperationen

  • funktionelle Einschränkungen bis hin zu Amputationen

  • erhebliche Mehrkosten für das Gesundheitssystem

Zur Vermeidung von Whoops-Operationen ist eine konsequente Umsetzung der S3-Leitlinie erforderlich. Raumforderungen sollten ab einer Größe von 3 cm, bei Wachstumstendenz oder bei Symptomen stets bildgebend untersucht, histologisch gesichert und in einem multidisziplinären Tumorboard diskutiert werden.